Auf Abwegen: Smile And Burn // MUZclub Nürnberg

SMILE AND BURN & ATLAS LOSING GRIP

MUZclub Nürnberg | 24.01.2015 | ca. 200 Besucher

Action, Action – das ist nicht nur der Titel des aktuellen Smile And Burn Albums, sondern auch die Erwartung an das Konzert der Berliner Punks, die aktuell als Support von Atlas Losing Grip unterwegs sind.

Die MUZ füllt sich gemächlich ist aber zum offiziellen Konzertbeginn doch erstaunlich gut besucht. Eine Stunde später geht’s dann endlich los – Smile And Burn entern die Bühne. Das Publikum ist trotz einer zusätzlichen Stunde Warmtrinkzeit sehr zurückhaltend und muss selbst zum Schließen des Angstkreises vor der Bühne gezwungen werden. Doch Smile And Burn nehmen es mit gewohntem Humor. Sympathische Ansagen und dumme Sprüche in Bezug auf das grunzende Nürnberger Publikum lässt sich Sänger Philipp nicht nehmen. Das Publikum quittiert den energetischen Auftritt jedoch lediglich mit Kopfnicken. Sei es drum, mir hat’s getaugt und ich schiebe den Mangel an Moshpits und Crowdsurfern einfach mal auf die tief hängenden Discokugeln und den unbarmherzigen Pfosten direkt vor der Bühne. Sympathisanten sind dennoch definitiv im Publikum vertreten und zeigen dies eher durch Liebebekunden: á la „Wir sind nur wegen euch da!“ und Lob für das aktuelle Video, als durch Action. Zumindest zeigt die Band eine Menge Action. Bei ihrem letzten Song „Expectations“ lässt sich das Publikum dann auch etwas mitreißen – die Erwartungen sind danach dann auch zumindest befriedigt.

Umbaupause. Nach Smile And Burn. Zeit sich grinsend eine Kippe anzuzünden. Draußen im Möchtegern-Schnee.

Anchließen werden Atlas Losing Grip dann um einiges euphorischer und weniger träge begrüßt. Plötzlich sind Pfosten und Discokugeln vergessen und das Publikum gibt alles. Ok. Warum erst jetzt!? Ich finde es zwar großartig, dass die Leute so abgehen kann das qualitativ aber irgendwie nicht nachvollziehen. Atlas Losing Grip ziehen eine nette Show ab. Nett. Nicht mehr, nicht weniger. Es gibt eigentlich keine Highlights, bei mir bleibt auch kein Song so richtig hängen. Die Ansagen bewegen sich auf dem Niveau des folgenden Beispiels: „It’s our first here in… Oh fuck! I forgot where we are..“ „Nürnberg!“ „Nurembörg? Did I say it right?“ So zieht die Band dann ihren Auftritt durch und hinterlässt am Ende schwitzende, begeisterte Fans und wackelnde Discokugeln.

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