Vor Ort: Valentinsschlag im Omega

VALENTINSSCHLAG

I Watched Myself Sleep, Shot Done Won, Led Astray & End Of Nothing

Omega Erlangen | 14.02.2015 | ca. 70 Besucher

Valentinsschlag – wie romantisch. Doch irgendwie auch eine verdammt gute Alternative für Freunde der härteren Gangart. Die werden dann auch direkt von I Watched Myself Sleep, einer Deathcore Band aus dem Erzgebirge bedient. Das Konzert scheint wirklich absolut pünktlich um 20:30 Uhr angefangen zu haben, denn als ich leider etwas verspätet um 21:00 Uhr eintreffe und mich an den Rand des altbekannten Angstkreises stelle (der wohlgemerkt nicht mal mit moshenden Menschen bestückt ist), bekomme ich nichts weiter als die Verabschiedung der Band mit – sorry Jungs dann wohl beim nächsten Mal.

Einen Gang zum Kippenautomat und ’ne Kippe später geht es dann weiter mit Shot Done Won. Die Nürnberger zelebrieren energetischen Deathcore/Beatdown von der ersten bis zur letzten Sekunde und strahlen trotz brachialer Musik immer noch eine unfassbare Sympathie aus, die das Publikum einnimmt und mitreißt. Die ersten Mosher nehmen den Pit ein und die Stimmung wird langsam besser. Viele Besucher scheinen in erster Linie wegen Shot Done Won hier zu sein. Mit tösendem Applaus und einem kleinen Eingeständnis zum Valentinstag für den Sänger wird die Band verabschiedet.

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Shot Done Won // Valentinsschlag

Als nächste Band sind dann die Dresdner Led Astray an der Reihe. Mit gleich zwei Sängern/Shoutern am Start versuchen sie dem bereits etwas abgenommenen Publikum einzuheizen. Doch irgendwie ist die Stimmung verhalten. Trotz agressiver Ansagen schafft die Band es nicht die kleine Menge zu animieren. Das Publikum hat sogar eine Ausrede: „Wir dürfen nicht (moshen)!“ Der Ausruf auf dieses Verbot zu scheissen bringt lediglich einen einsamen Moshversuch hervor. So wenig Bewegung auch im  Pubikum herrschen mag, umso mehr gebähren sich die beiden Frontmänner auf der Bühne, angenehm kompensiert wird das viele Rumgeprolle der beiden glücklicherweise durch den Gitarristen und den Bassisten der Band am jeweiligen Bühnenrand. Diese beiden scheinen einfach nur in ihre Instrumente vertieft zu sein und große Gesten nicht nötig zu haben. Aber in einem sind sich alle im Raum einig: „Hier ist kein Platz für Nazis, Faschos oder ähnliches!“, dies wird mehr als einmal von der Bühne skandiert und in Form eines Shirts mit dem Backprint „Weg mit der Nazi Dreck Mist Kack Scheisse!“ auch am Bühnenrand ausgehängt. Schön geflucht.

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Led Astray // Valentinsschlag

Als letzte Band zelebrieren End Of Nothing – nach eigenen Angaben die softeste Band des Abends – Hardcore nach alter Schule. Nachdem ich in letzter Zeit einige außergewöhnliche Post-Hardcore Bands wie z.B. FJØRT live erlebt habe, ist die End Of Nothing Show mal wieder eine entspannte Abwechslung. Mit neuem Schlagzeuger am Drumkit spielen sie ein solides Set – auch wenn die Zeit drückt, denn die Pull The Trigger Party im Nürnberger Hirsch wartet scheinbar. Auch End Of Nothing setzen ein klares Statement gegen Faschismus. Doch als Resonanz kommt nichts weiter als bedächtiges Nicken aus dem Publikum, die Leute sind wohl einfach hier um einen netten Abend zu haben – Parolen brüllen oder ähniches scheint nicht gefragt. Einen guten Abend allerdings können sie mit End Of Nothing haben – da wird auch mal der Ex-Schlagzeuger für ein gemeinsames Ständchen zum Song „Always The Hard Way“ von Terror auf die Bühne gebeten. Mir macht es auch einfach Spaß mir mal wieder ein paar guten Hardcore Songs zu geben, nicht Breakdown auf Breakdown, sondern einfach volles Durchpowern. Das Ganze nimmt dann gegen 23:00 Uhr sein Ende und entlässt die Besucher idealerweise zufrieden in die Nacht.

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End Of Nothing // Valentinsschlag

-Lorena
http://www.facebook.com/soundofER | http://www.soundoferlangen.wordpress.com

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