Vor Ort: We Were Promised Jetpacks und Astairre

Am 25.02.2015 gastierten We Were Promised Jetpacks zum zweiten Mal im E-Werk in Erlangen. Als Vorband hatten sie ihre alten Weggefährten Astairre im Gepäck.

Heisskalt, Matula, Bakkushan. Mischt man diese drei Bands zusammen, würde dies wohl am besten den Sound von Astairre beschreiben. Diese waren als Vorband von We Were Promised Jetpacks im E-Werk zu sehen. Die in reduzierter Besatzung auftretende, nun drei statt vierköpfige Kölner/Bottroper Band bot ein Set zwischen Punkrock und Indie. Mal wild drauf los, mal äußerst melodiös und tanzbar. Doch auch wenn man die Jungs wohl gut in einem Atemzug mit Matula nennen mag, hatten die drei noch nicht die Matula eigene Gelassenheit gepachtet. Mit einem Bandmitglied weniger auf der Bühne wirkten sie doch stellenweise etwas unsicher. Der Angstkreis vor der Bühne und die fränkische Skepsis die ihnen erstmal entgegengebracht wurde, war dabei sicher keine Hilfe. Doch langsam aber sicher wurden aus verschränkten Armen im Takt mitwippende Köpfe. Die durchaus tanzbaren Indiepunk Nummern luden eigentlich sogar zu mehr ein, aber nach ausrasten war scheinbar niemandem zu Mute. Stiller Genuss stand viel eher auf der Tagesordnung. Die Texte verdienten allerdings auch ein aufmerksames Ohr. Allen voran brannte sich der Song 1984 ins Gedächtnis ein – thematisiert wird hier die Generation zu der auch die meisten Besucher im Publikum gehörten. Astairre sind eine Band deren Songs klar verständlich für sich sprechen und in manchen Fällen ist es wohl auch besser dies dabei zu belassen. Doch wenn die verpatzte Ansage mit einem auf die Stirngeschriebenen „O shit, hab ich das jetzt echt gesagt?!“, quittiert wird, geht das dann auch irgendwie klar.

We Were Promised Jetpacks vertraten scheinbar auch die Meinung, dass ihre Musik für sich spricht und weniger Worte manchmal mehr sind. Sänger Adam Thompson erinnerte an eine junge Version von Josh Homme, nur um einiges sympathischer. Mit unglaublicher Bühnenpräsenz zieht er sein Publikum ebenso in seinen Bann. Das Set trägt dazu famos bei, nach einem eher ruhigen Anfang nahmen die Songs immer mehr an Intensität zu. Eingetaucht in einfaches, aber intensives Bühnenlicht badete die Band in ihrem Sound und schwebte über aller Skepsis. Die fünf Musiker aus Edinburgh begeisterten das still genießende Publikum. Ihre Musik ist scheinbar alles was diese Band braucht um die Aufmerksamkeit der Besucher zu halten, hier sind keine großen Gesten oder clevere Ansagen nötig. Die Band ließ ca. 60 Minuten lang ihren Indierock für sich sprechen bevor die erste kurze Ansage kam, die lediglich auf den nächsten Song hinwies. Irgendwie wirkte es unwirklich, dass die Band in der Clubbühne vor lediglich 140 Besuchern stand. Mit ihrer Bühnenpräsenz könnten sie auch gut ein ganzes Stadion mitreißen. Aber wer weiß schon was die Zeit noch mit sich bringt.

– Lorena

We Were Promised Jetpacks im Web:
www.facebook.com/wewerepromisedjetpacks
www.wewerepromisedjetpacks.co.uk

Astairre im Web:
www.facebook.com/astairre
www.astairre.de

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