Unter einem Dach Festival – Teil 2

Drei Autoren, drei Festivalperspektiven vom dritten Unter einem Dach Festival im E-Werk.

Am 29.04.2016 fand das dritte Unter einem Dach Festival im E-Werk Erlangen statt. 12 Bands auf vier Bühnen, die da wären Maeckes, Chefket, MONOBO SON, Trouble Orchestra, Rhonda, Sarah and Julian, 3Plusss, Il Tempo Gigante, Me and Reas, Impala Ray, Babeth und Leyya im Saal, Kellerbühne, Tanz-Werk und Kino des E-Werks.

Hier lest ihr Teil zwei unseres dreiteiligen Festivalberichts.

Impala Ray Acoustic Session im Wort & Klang

Los ging der Abend für mich und meinen Festivalkumpanen um 19 Uhr im Wort & Klang. Dort sollten Impala Ray eine kleine Acoustic-Session vor ihrem Auftritt später auf der Kellerbühne spielen. Klangen bei der Vorbereitung aufs Festival schon echt interessant. Dass es aber so cool wird, habe ich nicht erwartet! Der Laden war mäßig besucht, aber alle, die mit dabei saßen, waren ziemlich gut drauf und haben andächtig gelauscht. Die 4 Jungs und Mädels von Impala Ray machten dann auch direkt Stimmung. Besonders Sänger Rainer riss die Zuhörer mit seiner sympathischen Art mit. In feinster bayrischer Manier kündigte er an, dass es jetzt „unsere neueste Single Stay in euer Gsicht gibt“. Die Musik hat akustisch super funktioniert und besonders Carmen Unterhose am Hackbrett überzeugte mich. Richtig in Fahrt kam die Gruppe neben der lauten, selbstbewussten Stimme aber definitiv durch Nicola Missen an der Tuba. Eine super Einstimmung und definitiv der erste Hingucker des Abends. War danach voller Vorfreude und ganz gespannt, wie es wohl weitergeht.

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Me and Reas

Pünktlich um 8 ging es dann auf der Kellerbühne richtig los mit dem Festival. Nach ein paar warmen Worten für die Zuhörer von Sänger Andreas, haben Me and Reas dann direkt losgespielt. Sind tolle Jungs. Sonst eigentlich zu fünft, konnten am Freitag leider nur drei von ihnen auftreten. Schade, hat aber der Qualität der Musik nichts abgetan. Auf der Bühne wirkten sie, wie so oft schon so, als würden sie die Folk-Songs ganz locker flockig aus der Hüfte spielen. Das steckt einfach an! Innerhalb von 15 Minuten wippte und summte die ganze Kellerbühne mit den 3 Jungs mit. Und siehe da. Immer mehr und mehr Menschen fanden den Weg zu Me and Reas. Als mein Kumpane und ich schließlich zum nächsten Act loswollten, mussten wir uns erst einmal unseren Weg durch die ganzen Massen bahnen, die den Jungs lauschen wollten.

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Chefket

Wir kamen also direkt von Me and Reas zu Chefket in den Saal. Als stinknormales Fangirl stellte ich mich natürlich erstmal in die erste Reihe und wartet ganz entspannt darauf, was auf uns alle wohl zukommt. Ohne Verzögerung kam er dann auf die Bühne und lieferte einen Song nach dem anderen ab. Sehr schön zu sehen war, dass er auch wirklich so flexen kann, wie auf seinen Alben. In feinster Rapmanier haute er seine Lines raus und bewies, dass er es verdient, zu den Großen Deutschrappern gezählt zu werden. Die Show „Mädels-auf-die-Bühne-holen-und-mit-ihnen-tanzen“ war zwar süß, hätte aber nicht sein müssen. Nett waren auch seine zwei Backgroundsängerinnen, die auch anderweitig talentiert waren. Eine zeigte ihr Geigenspiel und die andere sah einfach die ganze Zeit top aus. Teilweise feiert eChefket sich für meinen Geschmack vielleicht ein bisschen zu sehr selbst. Alles in Allem war es aber ein schönes Konzert mit super Momenten. Das Publikum wurde mitgerissen. Wir tanzten. Wir rappten. Wir soul-ten.

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Leyya
Nach dem Chefket-Fieber und einer kurzen Erfrischung sind wir dann auf ins Tanz-Werk. Dort spielten nämlich schon Leyya. Als Trip-Hop-Fan für mich unabdignlich. War auch ein ganz interessanter Auftritt. Alles war in blau getaucht, als wir ankamen und beide Mitglieder (Sophie und Marco) standen an ihren Instrumenten (Keyboard, Laptop). Alle zwei hatten den Kopf nach unten und die Haare sind ihnen über das Gesicht gefallen. Ganz apathisch haben sie das Publikum mit ihrer Musik verzaubert und im Takt mitgewippt. Prompt spielten sie dann auch eins meiner neuen Lieblingslieder – „Superego“. Die Crowd war begeistert und es war eine tolle, interessante Energie im Publikum! Leyya aus Wien habens drauf!

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Maeckes

Die nächste Show war Maeckes auf der Saal-Bühne. Maeckes rappt. Maeckes singt. Maeckes spielt im Publikum Gitarre mit den Zuschauern. Ein Act, wie er im Buche steht: Hits gespielt, Publikum mitgerissen und animiert, Gastrapper (Chefket) mit auf die Bühne geholt, Zugabe gegeben. Zusätzlich brachten noch Orsons-Hits, wie „Ventilator“ das Publikum zum Kochen. Maeckes zelebrierte sich (ähnlich wie Chefket) vielleicht auch einen Ticken zu sehr selbst. Beim Performen seines Melancholie-Songs „Unperfekt“ musste ich jedoch trotzdem die eine oder andere Träne verdrücken. Machte Spaß!

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3pluss

Für mich mit der beste Act des Abends. Selbstironisch und mit rotzfrechem Selbstbewusstsein hat 3Pluss das Tanzwerk zum Kochen gebracht. Gegen 23:15 kamen wir zur Bühne und waren komplett geflasht. Alle waren bereits am durchdrehen. Aber zu recht. 3pluss hat es echt drauf. Waren sehr gespannt, was er so kann: Erwartungen übertroffen! Er beherrscht die Kunst des Rappens und vergisst nicht, sich dabei immer wieder selber aufs Korn zu nehmen. Genialer Mann! Bitte bald wieder?

Dead Rabbit / kl52

Obwohl sehr müde, gingen wir also noch auf einen Sprung auf die AfterShowParty. Im Nachhinein: Gott sei Dank. Feinstes Trap-Warm Up von DJ Space Jam aka kl52 und anschließend Marsimotos einzigartige Beats vermischt mit weiterhin feinstem HipHop. Alle fandens dope. Wir beide haben so sehr abgefeiert, dass um 2 Uhr keiner mehr konnte. Ab nach Hause. Danke an alle Künstler. Es war ein Fest!

 Fotos & Bericht: Alba Wilczek (www.facebook.com/soundofFürth)

Hier geht’s zu Teil 1 des Berichts.

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