Newcomer Festival Vorentscheid 1

Das 39. Newcomer Festival Erlangen ist am 15.10.16 mit dem ersten Vorentscheid im JC Dezibel gestartet. Vor beinahe ausverkauftem Haus gaben sich KleinstadtEcho, Rumble in the Junge (RitJ), #zweiraumsilke und Van Hazy die Ehre.

Die erste Newcomer Festivalschicht begann für mich um 15:00 Uhr im Dezibel, gemeinsam mit der Dezibel-Crew richtete ich den Club her, kaufte Catering ein und bereitete alles für die Ankunft der ersten Band vor. Gegen 16:00 Uhr trafen dann #zweiraumsilke ein, um als erste Band ihren Sound zu checken. Und siehe da, nach einem kurzen Aufbau, war die erste Hürde des Tages geschafft: Die 11 Musiker passten doch auf die kleine Jugendclubbühne. Ab da konnte ja eigentlich nichts mehr schief gehen. Zusammengekuschelt vollführten sie ihren Soundcheck und gaben gegen 17:30 Uhr die Bühne für die nächste Band frei. Das Quartett KleinstadtEcho richtete sich ein und hatte sichtlich weniger Platzprobleme, als ihre Vorgänger. Sobald der zweite Soundcheck vorbei war, nutzten die mittlerweile eingetroffenen Van Hazy die Zeit um ihre Visuals einzurichten, Rumble in the Jungle machten es sich derweil im Backstage bequem.

Fangfrage am Rande: Was darf beim Newcomer Festival im Backstage nicht fehlen? Richtig: Pizza! Die sorgt alljährlich für strahlende Musikergesichter in den Backstageräumen des NCF. So auch am 15.10.16. Nachdem dann alle gestärkt waren, kein Pizzakrümel mehr übrig und die Jury vollzählig war, wurde es Zeit für eine kleine Besprechungs- und Vorstellungsrunde der Jury, zu der ich als neutrale Veranstalterin glücklicherweise nicht zähle. Nach dem kleinen Get-together wurde es dann Zeit die Türen des JC Dezibels zu öffnen und die Besucher einzulassen.

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Bis KleinstadtEcho die Bühne betraten, hatte sich der Raum bereits gut gefüllt. Das Quartett legt sowohl online als auch onstage sehr viel Wert auf das richtige Erscheinungsbild, es gibt wenige Bands hier in der Region, die sich von Beginn an so professionell präsentieren. Auch musikalisch wusste das Quartett die Menge zu überzeugen, ihre mit Fanbus aus Gunzenhausen eingefahrenen Fans gaben nach kurzem Auftauen alles vor der Bühne. Souverän spielten sie ihre catchigen Deutschpopsongs und brachten das Publikum bald zum Mitsingen. Die Single „Elektro“ bildetete dann den Höhepunkt ihrer Show und hinterließ das Publikum in eingeheizter Stimmung im ebenso heißen Club.

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Nach einer kurzen Umbaupause war es dann Zeit für, wie Moderator Manu so schön betonte: R – I – T – J! Die Popunker Rumble in the Jungle übernahmen die Bühne und zelebrierten ein Set, durch das man sich in die 90er / Anfang 2000er Jahre zurück versetzt fühlte. Die Konzertmenge ließ sich nicht lange bitten und quittierte den Auftritt mit  ausreichenden Pogoeinlagen. Bands und Fans schienen sichtlich Spaß an dem Auftritt zu haben, währenddessen war ich mit den Fans aus Gunzenhausen beschäftigt, die die günstigen Getränkepreise scheinbar sehr zu schätzen wussten.

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Der Abend verging für mich wie im Flug, beim Fotografieren, Backstagesituation checken, Musiker auf die Bühne schubsen und darauf achten, dass der Schweiß nicht allzu sehr von der Decke tropft – verging der erste NCF-Termin eigentlich viel zu schnell. Bald war es 22:00 Uhr und somit Zeit für die vorletzte Band des Abends. Die 11-köpfige #zweiraumsilke machte es sich wieder auf den 12 Quadratmetern bequem und sorgten trotz mangelndem Platz für ihre Choreo, sehr schnell für ausgelassene Stimmung vor der Bühne. Es ist immer wieder beachtlich zu sehen, wie gut die Musiker zusammen harmonieren und welch eingespieltes Team die junge Band, kaum ein Jahr nach ihrer Gründung ist. Mit Songs wie „Silkes Ex“ oder „Stadtluft“ luden sie die Leute textlich und instrumental zu einem sehr abwechslungsreichen und breit aufgestellten Set zwischen Funk und Hip Hop ein. Die Menge tanzte, lauschte und quittierte den Auftritt mit tosendem Applaus.

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Im Anschluss war es bereits Zeit für die letzte Band des Abends: Van Hazy aus Bamberg. Das etwas introvertiert wirkende Indierock-Trio badete in seinem Vintage Sound aus Synthesizer, schrammeligem Gitarrensound und zwei-stimmigem Gesang, untermalt von sphärischen Visuals. Nachdem die #zweiraumsilke-Party das Publikum so sehr angeheizt hatte, war es für die drei Musiker nicht leicht die Aufmerksamkeit des Publikums auf ihre eher melancholische Musik zu fokussieren. Doch bald wurden die unaufmerksamen Besucher rausgesiebt und vor der Bühne versammelte sich eine andächtig lauschende Menge, ganz gefangem im Bann der Band. Ich bin nach wie vor glücklich solch eine Band beim NCF dabei zu haben und bin mir sicher, dass das nicht der letzte Auftritts des Trios in Erlangen sein wird.

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Nach einem überaus gelungenen Auftakt des Newcomer Festivals wurde es dennoch Zeit für die Jury eine Entscheidung zu fällen, währenddem sich die vier Juroren in den Besprechungsraum zurückzogen, war ich damit beschäftigt die Stimmzettel auszuzählen. Publikum und Jury waren sich zwar nicht hundertprozentig einig,  dennoch kam ein eindeutiges Ergebnis heraus. Gegen 00:15 Uhr enterte Moderator Manu ein letztes Mal die Bühne um das Ergebnis zu verkünden, dazu durften alle Musiker des Abends noch einmal die Bühne betreten. Als Gewinner des ersten Vorentscheids, die am 26.11.2016 ins E-Werk einkehren werden, setzten sich KleinstadtEcho und #zweiraumsilke durch.

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So kam der erste Tag des NCF zu einem Ende und hinterließ 15 glückliche Musiker in die Nacht und auch für RitJ und Van Hazy war der Abend mit Sicherheit nicht umsonst, denn Wettbewerb hin oder her, am Ende geht es auch beim Newcomer Festival Erlangen in erster Linie darum neue Musik zu entdecken, Fans zu gewinnen und gemeinsam einen guten Abend zu zelebrieren.

Weiter geht es dann am 21.10. beim NCF-Best Of mit Actin Myosin & Meloco. Facebookevent für alle weiteren Vorentscheide & das Finale: www.facebook.com/events/708003599349127/

Text & Fotos: Lorena Seipp

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