Drinkin‘ Gasoline in der Luise Nürnberg

Mit der neuen Konzertreihe Drinkin‘ Gasoline bietet die Luise – the cultfactory in Nürnberg nun einen Raum für psychedelische, steinige und bluesige Rockklänge. Zum Start von Drinkin‘ Gasoline am 22.10.2016 sorgten Filistine, phantom’s und Yellow Thought für einen abwechslungsreichen Abend.

Aktuell kann man sich aufgrund des übergroßen Konzertangebots kaum entscheiden wo man hingehen soll, da ich aber aufgrund eines Benefizkonzerts am 19.11. im E-Werk definitiv verhindert bin zum NN-Rockbühnen Finale in den Hirsch zu gehen, stand schnell fest, dass ich mir die Finalisten Yellow Thought im Rahmen von Drinkin‘ Gasoline in der Luise anschauen werde.

Als Opener der neuen Konzertreihe, standen sie bereits auf der Bühne als ich eintraf und fingen wenige Sekunden nachdem ich den, bis dato beinahe menschenleeren Raum betreten hatte mit ihrem ersten Song an. Schnell strömten die Leute aus dem Barbereich in den Konzertraum der Luise um sich die junge psychdedelic Hard- / Stonerrock Band aus Nürnberg anzuhören. Mit reinen Instrumentalstücken begannen sie ihr Set, bevor Gitarrist Christopher Kalaitsidis anfing seine Gesangsparts in das Mikrofon zu gröhlen. Um einiges überzeugender übernahm beim ungefähr fünften Song Sänger und Gitarrist Manuel Staffen das Mikrofon. So spielten sie sich durch ihr überaus abwechslungsreiches Set, aus langen ausgefeilten Instrumentalteilen, Jams und harten bis psychedelischen Rock- und Stonersongs. Eine Band die durchaus Potenzial hat, allerdings in vielen Situationen noch unsicher wirkte und durchaus an ihrer Bühnenpräsenz und Tightness arbeiten könnte.

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Yellow Thought bei Drinkin‘ Gasoline in der Luise Nürnberg

In Sachen Bühnenpräsenz boten die nachfolgenden phantom’s das konträr Programm, hier wurde jeder Millimeter der Bühne ausgenutzt um sich gegenseitig und die Leute vor der Bühne zum Ausrasten zu animieren. Das Publikum dankte headbangend, tanzend und pogend. So spielte sich das Trio durch ein routiniert wirkendens Set und lieferte mit großer Selbstsicherheit eine Show, die dem Publikum zwar offensichtlich Spaß bereitete, aber dabei leider wenig innovativ wirkte. Sie überzeugten viel mehr durch sympathische Ansagen und ihr dynamisches Zusammenspiel.

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phantom’s bei Drinkin‘ Gasoline in der Luise Nürnberg.

Als letztes Band des Abends enterten Filistine die Bühne, das Trio aus Neumarkt steht für kreatives Songwriting auf hohem Niveau. Mit ihrem funkigem Bluesrock mit Indieeinflüssen begeisterte mich die Band bereits beim Bardentreffen 2016, umso erwartungsvoller stand ich dementsprechend ihrem Auftritt in der Luise gegenüber. Und so viel vorneweg: Ich wurde nicht im Mindesten enttäuscht. Filistine machten den Eindruck eines perfekt eingespielten Teams. Zu dem souveränen, sowie ausgefeiltem Spiel von Bassist Samuel Meier und Schlagzeuger Jonas Böhm, spielte Gitarrist Om Hari Lasar als wäre er mit der Gitarre in der Hand auf die Welt gekommen. Währendem einige Besucher, die scheinbar speziell wegen der Band phantom’s gekommen waren, in der Umbaupause noch zweifelten, ob es sich lohnen würde für Filistine zu bleiben, schienen diese Zweifel schnell beseitigt zu sein. Ihr Set zwischen schweren bis frivol-funkigen Rocksounds, sorgte auch stimmlich für angenehme Vielseitigkeit. Denn hier wechselten sich Om Hari Lasar und Samuel Meier gekonnt ab. Viel zu schnell kündigte das Trio seinen letzten Song an, um anschließend vom Publikum lautstark um eine Zugabe gebeten zu werden.

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Filistine bei Drinkin‘ Gasoline in der Luise Nürnberg.

Nach der letzten Zugabe, entließ  die Band dann die schätzungsweise 150 Besucher mit großer Lust auf viele weitere Drinkin‘ Gasoline-Shows hinaus aus der Luise, hinein in die kalte Nacht.

KONZERTTIPPS
Yellow Thought: 19.11. • Finale der NN-Rockbühne • Hirsch Nürnberg
Infos: facebook.com/nnrockbuehne

Filistine: 12.11. • Newcomer Festival • Scheune Erlangen
Infos: facebook.com/NewcomerfestivalErlangen

Text & Fotos: Lorena Seipp

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