Newcomer Festival 2016 – Vorentscheid 3

Beim 39. Newcomer Festival Erlangen wurde am 12.11. der letzte Vorentscheid zelebriert. Im gut besuchten JC Scheune traten Trip Down Memory Lane, Zen Meister, Bullet Inside und Filistine auf. 

Der schönste Aspekt beim Newcomer Festival, den ich als Veranstalterin immer wieder beobachten darf, ist das harmonische Miteinander der auftretenden Acts. Freundschaft statt Konkurrenz. Networking statt Rivalität. So auch am 12.11. in der Scheune Erlangen mit Trip Down Memory Lane, Filistine, Zen Meister und Bullet Inside. Natürlich haben die Bands das Ziel die Studiotage bei Red-Audio, den Russlandaufenthalt in Erlangens Partnerstadt Wladimir, das Artwork von Starfountain Design, den Thomann-Gutschein oder die Merchgutscheine von T-Shirt Druck Axel Bauer und Daily Buttons zu gewinnen, doch neben diesem Ziel wiegt das Bedürfnis einen schönen Konzertabend gemeinsam zu zelebrieren offensichtlich vor.

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Um 20:00 Uhr war es dann soweit: Trip Down Memory Lane eröffneten den Abend! Die vierköpfige Band um Sängerin und Gitarristin Eva Kohl bestach mit ausgefeiltem Songwriting. Besonders Jonas Hartmann, der zwischen Hammond Orgel und E-Gitarre auf der kleinen Bühne hin und herwechselte sorgte für virtuose Abwechslung in den Songs, getragen vom selbstsicheren Spiel des Bassisten Javier Zulauf und Schlagzeuger David Kohl. Musikalisch bewegen sich TDML zwischen Bluesrock und dem Sound der 60s/70s. Auf die Nachfrage von Moderator Manuel Oberhofer, welche Besucher wegen Trip Down Memory Lane anwesend seien gingen die Arme von ungefähr dreiviertel der Anwesenden in die Luft. Verdienter Heimvorteil für die Band.

Newcomer Festival- Zen Meister (c) Lorena Seipp-5.JPG

Als zweite Band des Abends waren Zen Meister an der Reihe, man konnte den Musikern deutlich die Anspannung anmerken mit der sie ihrem allerersten Auftritt in dieser Konstellation entgegenblickten. Die vier Bandmitglieder sind dennoch keineswegs unerfahren. Als Sänger und Gitarrist von King Father Baboon hat sich Zen Meister-Sänger Kris Karla in der hiesigen Musikszene bereits einen Namen gemacht. Bassist Javier brauchte erst gar nicht die Bühne zu verlassen, da er sowohl bei Trip Down Memory Lane, als auch bei Zen Meister spielt. Trotz einiger Soundprobleme genossen die Anwesenden scheinbar den schweren Hardrocksound von Zen Meister. Man darf gespannt sein, wie sich das Quartett im Laufe der Zeit entwickelt und ich bin sicher, dass die Band mit etwas mehr gemeinsamer Liveerfahrung zu einem hochkarätigen Szenevertreter avancieren kann.

Newcomer Festival- Bullet Inside (c) Lorena Seipp-3.JPG

Bullet Inside waren als dritte Band des Vorentscheids an der Reihe, ursprünglich beim 2. Vorentscheid im Metalclub New Force eingeplant, musste die Band aufgrund eines Terminkonflikts ihren Slot mit den NCF-Teilnehmern Building Everland tauschen. Die fünfkopfige Band schien sich an diesem Abend nicht besonders wohl zu fühlen und sorgte mit ihren langsamen Rock- und Metalsongs und einer etwas unmotivert wirkenden Bühnenshow für hartes Kontrastprogramm zu den anderen Acts. Der Funken wollte leider nicht überspringen, somit repräsentierten sie eine ganz andere Seite der Hersbrucker Musikszene, als es ihre teilweise anwesenden Kollegen von Shark Tank mit ihrer energetischen Show beim Vorentscheid im New Force getan hatten.

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Nach einer kurzen Umbaupause war es dann Zeit für die letzte Band des Abends: Filistine aus Neumarkt. Dass dieses Trio nicht so recht in eine Genreschublade passen will, wurde schon bei der Anmoderation klar, als der Moderator sie in die Bluesrock-Ecke drängen wollte. Gänzlich falsch ist dies natürlich nicht, wie Schlagzeuger Jonas Böhm zugab, Bluesrock ist wohl die Basis auf der sich der frivol-funkige Sound der Band, gemischt mit einer Brise Indie bewegt. Dabei kommen Filistine sehr abwechslungsreich und innovativ daher. Mal tanzbar, mal rockig setzen sie ihre Songs virtuos um, auch die Interaktion mit dem Publikum war an diesem Abend punktiert eingebaut. Währenddem Gitarrist und Sänger Om Hari Lasar, gänzlich vertieft in sein Gitarrenspiel,  eher über dem Publikum zu schweben schien, wandte sich Sänger und Bassist Samuel Meier gelegentlich dem Publikum zu. Es gab wenig Bewegung auf der Bühne, dafür umso mehr davor. Die Leute badeten im Sound des Trios, kamen in Bewegung und zelebrierten eine souveräne Liveshow. Das kecke Trio scheute sich auch nicht davor Juror und Moderator Manu auf die Schippe zu nehmen, in dem sie nach ihrem eigentlich letzten Song mit Manu auf der Bühne doch nochmal zu einem Stück ansetzten und die letzten Minuten der ihnen gegebenen Stagetime ausnutzten.

Newcomer Festival- Filistine (c) Lorena Seipp-1.JPG

Dann wurde es Zeit die Stimmzettel auszuzählen und die Jurypunkte zu addieren. Mit knappen Vorsprung (0,1%) landeten Trip Down Memory Lane auf Platz 1 und Filistine auf Platz 2 des Abends. Man darf sich also auf beide Bands beim Finale am 26.11. im E-Werk zusammen mit #zweiraumsilke, KleinstadtEcho, Shark Tank, Nihilation und den Special Guests The Variety Show und Free Fire (RU) freuen!

Infos zum Finale findet ihr hier, auf www.e-werk.de und im Facebookevent www.facebook.com/events/381940215529353/, außerdem gibt es eine Radiosendung am Montag, den 14.11. um 20:00 Uhr mit allen Finalisten bei Radio Z. 

Text & Fotos: Lorena Seipp

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