Interview mit Brotmüller

Die Bamberger Band Brotmüller stand im vergangenen Jahr beim Newcomer Festival im Finale auf der Kellerbühne des E-Werks. Für den ersten Platz hat er nicht gereicht, dafür allerdings sowohl für den Thomann-Gutschein, als auch für den Weinturm-Festibalslot-Specialpreis. Am kommenden Samstag, den 26.11.2016 treten sie beim Warmup / NCF-Vorglühen auf dem alternativen Weihnachtsmarkt in Erlangen auf. Grund genug für Sound of my City, sich mit zwei der Bandmitglieder, Jakob und Nikolaus, in der Kellerbühne des E-Werks zu treffen und sie mit einigen Fragen zu löchern.

Was ist bei euch seit dem Newcomer Festival 2015 so passiert?

Jakob: Wir haben viele neue Songs geschrieben, viele tolle Konzerte gespielt. Wir waren zum Beispiel beim Weinturm Open Air und haben da einen richtig guten Tag gehabt. Was gab es denn noch Erwähnenswertes?

Nikolaus: Viel Studioarbeit. Also einen nicht besonders konzertlastigen Sommer, aber wir bereiten gerade ein neues Album vor. Also wir sind gerade im Studio für die neue Platte, die wir wahrscheinlich irgendwann nächstes Jahr veröffentlichen.

Jakob: Frühjahr 2017 ist der Plan.

Euren Slot beim Weinturm  Open Air habt ihr euch quasi mit eurer Musik erspielt, wie war das Festival für euch?

Jakob: Ja, schön. (lacht) Gute Stimmung, einfach ein schönes Festival mit einer angenehmen Atmosphäre, freundliche Leute hinter, auf und vor der Bühne…

Nikolaus: Sehr heiß…

Jakob: Ja, stimmt. Der Vorteil war, weil wir relativ früh gespielt haben, dass wir danach noch genug Zeit zum Bier trinken hatten. Also mit Bier trinken meine ich: Das Festival genießen, die Atmosphäre wahrnehmen und gute Bands sehen.

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V.l.n.r: Nikolaus, Johannes Klütsch (Foto) und Johannes beim Interview in der Kellerbühne des E-Werks.

Was erwartet ihr vom Konzert auf dem Weihnachtsmarkt?

Jakob: Eine heiße Tasse Glühwein, vielleicht auch ein paar gebrannte Mandeln und ein schönes Konzert.

Nikolaus: Bunte Lichter…  Was gibt es denn so auf einem alternativen Weihnachtsmarkt?

Der Weihnachtsmarkt am Alstädter Kirchplatz ist ganz neu, da kann man sich überraschen lassen! Beim mittelalterlichen Weihnachtsmarkt weiß ich allerdings, dass man Bogenschießen kann und ich glaube, auf eine Maus wetten ist dort drüben auch möglich…

Jakob: Na, dann wollen wir auf jeden Fall Bogenschießen…

Nikolaus: Und auf die Maus wetten! (lacht)

Bereitet ihr euch besonders darauf vor?

Jakob: Also das Beste ist eigentlich mit geringen Erwartungen an alle Konzerte ranzugehen, weil man dann meistens positiv überrascht wird. Und ich werde eine warme Unterhose anziehen, also so eine Lange…

Habt ihr Tipps für die Bands, die beim Newcomer Festival dieses Jahr auftreten?

Jakob: Möglichst gut spielen. (lacht) Also ich finde immer, dass es wichtig ist, dass man nicht klingt wie jede andere Band, sondern sich auch traut einen eigenen Sound zu kreieren. Und auf die Frage: „Welches Genre spielt ihr?“, auch einfach mal „Keins“ zu sagen. Bei vielen jungen Bands habe ich das Gefühl, dass sie einer der Bands nacheifern, die hier an der Wand stehen. Man sollte aber lieber seine eigene Musik auf die Bühne bringen, selbstbewusst und kreativ.

Nikolaus: Das ist so eine Gratwanderung. Man sollte auch gleichzeitig Farbe bekennen. Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen. Wenn man wie eine andere Band klingt, also sich auch einem Genre zugehörig fühlt, dann sollte man das auch sagen. Wichtig ist, dass man dazu steht.

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„Sehr gut, Peter!“ ist ein Song von euch, der von einem Weltverbesserer-Gutmenschen handelt. Mögt ihr Peter denn, oder ist das sowas wie eine Nemesis? 

Jakob: Ehrlich gesagt, ist Peter ein großes Vorbild für uns alle. Also dieser Peter, von dem da die Rede ist. Es gibt Millionen Peters auf der Welt und ich muss sagen, alles was ich in dem Song beschreibe, finde ich eigentlich selbst gut.

Das klingt schon sehr philosophisch…

Nikolaus: Ja wir sind ja auch eine Germanisten-Jazz-Band. (lacht) Jeder kennt in seinem Freundeskreis Vegetarier und Veganer und Leute, die die Welt verbessern wollen und man nimmt diese Leute ernst, so wie wir die auch ernst nehmen. Aber gleichzeitig gibt es immer so dieses Belächeln. Und dieses bisschen drüber lächeln, dass ist das was man auch anprangern kann. Also quasi wie wir über den Peter lächeln, so lächelt auch die Mehrheit über eine Sache, die sie eigentlich gut findet. Und das ist das Portrait über Peter.

Was kann man von Brotmüller live auf dem Weihnachtsmarkt erwarten?

Nikolaus: Wir sind zu dritt und werden da ein sehr breites Spektrum unseres musikalischen Schaffens präsentierten, weil wir anfangen mit einem reduzierten Set und relative frühen Brotmüller-Songs und uns im Laufe des Konzert zu unserem gegenwärtigen, etwas elektronischen Sound zu entwickeln.

Noch irgendwelche „Famous Last Words“?

Jakob: Ich würde gerne meinen Vater grüßen.

Nikolaus: Ja, ich auch. Also wir grüßen beide unseren Vater.

Brotmüller online:
www.brotmueller.net
www.facebook.com/brotmueller

Text & Interviewfotos: Lea Kiehlmeier
Titelfoto: Marian Lenhard

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