Das Newcomer Festival 2017 – ein Festival ohne Genregrenzen

Alljährlich am letzten Samstag im November öffnet das Erlanger E-Werk im Rahmen des Newcomer Festivals seine Pforten für Musikbegeisterte Menschen, die sich ein Bild von der Musikszene der Region machen möchten. Auf zwei Bühnen spielten in diesem Jahr sechs Bands, die sich bei den Vorentscheiden des Newcomer Festivals, die in diversen Erlanger Jugendclubs stattfanden, durchsetzen konnten. Außerdem war die Band Metamorphis aus Erlangens russischer Partnerstadt Wladimir zu Gast.

Eine Reise in eben diese russische Stadt winkt nun Repellent, den diesjährigen Gewinnern des Publikumspreises. Die Band aus Erlangen hat sich sowohl bei der Jurywertung, als auch beim Publikumsvoting durchgesetzt und somit einen Doppelsieg geschafft. Mit ihrer Mischung aus Grunge, Metal und einer Brise Punkrock trieben sie die zahlreich erschienenen Besucher zur Ekstase und überzeugten mit ihrem solidem Songwriting und einer starken Bühnenpräsenz.

 

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Drummer Alex Schulz von der Band „Kafkaesque“ beim Newcomer Festival Finale 2017 (c) GMP / Cary MIcoch

Das Newcomer Festival bot dieses Jahr eine explosive Mischung aus unterschiedlichen Genres. Hier standen Hip Hop Fans neben Metal Heads, Punks neben Indiekids und alle feierten gemeinsam die auftretenden Bands. Dazu gehörten die Deutsch-Metaler Kafkaesque, die als erster Act in der Clubbühne für einen virtuosen Start des Festivals sorgten. Direkt gefolgt von La Bané, dem experimentellen Indie-Rock Kollektiv aus Nürnberg, die sich die Ehre auf der kleineren Bühne im Tanz-Werk gaben. Dann war es an der Zeit für fette Beats und Flows, statt lauten Gitarren, denn auf der großen Bühne war der Erlanger Rapper Redeyemoody an der Reihe.

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Redeyemoody beim Newcomer Festival Finale 2017 (c) GMP / Cary MIcoch

Das Newcomer Festival fühlte sich ein wenig an wie eine Achterbahnfahrt, man wurde die Treppe hoch und herunter getrieben, von einer Bühne zur anderen, kurzer Stopp an der AOK-Fotobox und dann auf zur nächsten Band. Man taumelte den ganzen Abend über zwischen feuchtfröhlicher Ekstase und andächtigem Lauschen. Zum genauen Zuhören lud als vierter Act des Abends Cosmic ins Tanz-Werk ein, der Rapper aus Fürth sprach mit seinen englischen Texten die großen Themen des Lebens an. Im Anschluss trieben Repellent das Publikum wieder in die Clubbühne, ihre zahlreich erschienenen Fans feierten den Auftritt des Quintetts mit tosendem Applaus. Als letzte Band sorgten dann Kotov Syndrome aus Bamberg mit ihrem enorm energetischen Hardcore für einen würdigen Abschluss des Wettbewerbs.

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Das Shirt von Moderatorin Anna Maria Bauers stellt in Absprache mit den Veranstaltern eine Frage beim NCF: „Why be racist, sexist, homophobic or transphobic when you could just be quiet?„. Für Diskriminierung jeglicher Art ist beim NCF laut den Veranstaltern kein Platz. (c) GMP / Cary MIcoch

Moderatorin Anna Maria Bauer erinnerte in ihrer anschließenden Anmoderation daran, nun die Stimmzettel abzugeben. Diese wurden während dem Auftritt der russischen Gastband Metamorphis ausgezählt, die Jury beriet sich zeitgleich und um 23:20 Uhr wurden die Gewinner feierlich verkündet. Zur Vergabe des Publikumspreises gab sich Erlangens Oberbürgermeister Dr. Florian Janik die Ehre und gratulierte Repellent zu ihrem Sieg. Dann wurden die Gewinner der Sachpreise, die die Jury vergeben hatte verkündet: Auf dem dritten Platz landeten La Bané und bekamen damit einen 250,- Euro Gutschein von Thomann, das Design von Starfountain Design gewannen die Zweitplatzierten Kafkaesque und Repellent machten auch bei der Jurywertung den ersten Platz und erhalten somit die Chance drei Studiotage bei Red-Audio in Herzogenaurach zu verbringen. Doch beim Newcomer Festival geht niemand leer aus, neben einem tollen Festivaltag mit großartiger Stimmung und neuen Fans, bekamen die nichtplatzierten Musiker Merchandisegutscheine mit auf den Weg.

Komplette Fotogalerie und weitere Infos: www.facebook.com/NewcomerFestivalErlangen

Text: Lorena Seipp (Veranstalterin Newcomer Festival)
Fotos: Titelbild (c) Starfountain Design // Restliche Fotos (c) GMP / Cary Mlcoch

 

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