Pabst – Deuce Ex Machina

Das Trio PABST, versucht mit einer spannenden Mischung aus Grunge, Rock und Punk die Musikwelt auf den Kopf zu stellen. Zuletzt sorgten sie für Aufmerksamkeit als sie zum Album Release einen Virtual Festival Summer spielten. Live weiß der Dreier aus Berlin schlicht zu überzeugen, doch auch auf Platte klingt die junge Band souverän.

Mit “Deuce Ex Machina” servieren sie ein Album, das sich hören lassen kann. Produzent Moses Schneider (u.a. Beatsteaks und Tocotronic) scheint sich offensichtlich nicht mit zweitklassigen Bands abzugeben: Pabst gehören definitiv in die oberste Liga schrammeliger Gitarrenbands.

Ihr energetischer und doch sperriger Rock ist melodisch und mäandert zwischen Indie-Club, AJZ und ganz großen Festivalbühnen. PABST erschaffen als Trio, was manche mit doppelter Instrumentierung nicht hinbekommen und zaubern einen Hit nach dem anderen.

Gefühlsduselei ist der Band fremd. „Useless Scum“ beschreibt die Selbstdarstellung als Weckwerfmodel. Scheinbar wird auf dieser LP das Leben als vermeintlicher Verlierertyp zelebriert, so besingt Sänger Erik im Song „Skyline“ die Vertreibung als solcher durch die fortlaufende Gentrifizierung seiner Stadt: „And if this is gonna be the end / I hope that all the money was well spent / This city’s no place for losers like us.“ Im dazugehörigen Video hat sich die Band schauspielerische Unterstützung von Drangsal geholt.

PABST überzeugen durch jede Menge Herzblut und DIY-Attitüde und legen beim Spielen grenzenlose Energie an den Tag, davon konnte ich mich bereits vor einiger Zeit live im club stereo Nürnberg überzeugen. Mit diesem Album schaffen sie es ihre Live-Fähigkeiten auf Platte zu pressen und beweisen, dass sie zu den „Ones To Watch“ gehören.

Label: Ketchup Tracks
VÖ: 19.06.2020

Homepage: www.pabstrules.com/

Beitragsfoto (c) Max Hartmann

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