Me and Reas – Quarantimes

Mit Quarantimes haben Me and Reas eine vier Songs umfassende EP veröffentlicht, auf der sie sich gesetzt und melancholisch geben. Man könnte die EP als Bestandaufnahme sehen: Wo stehen wir, was haben wir erreicht – wie geht es weiter im Musikerleben?

Der Opener Seats for One, Drinks for Two beschreibt eine unermüdliche Trial-Error-Attitüde während der man versucht sich selbst treu zu bleiben. Etwas resigniert heißt es da: „I will stay the same /// I can try but will always fail /// so please seats for one and drinks for two /// that is what I’ll always do /// I stay the same“

All that bad beschreibt einen Vergleich mit Leuten aus dem eigenen Umfeld. „everyone is getting married /// and my best friend is having a kid /// all the others are buying houses /// how can I compete? /// when did I become that Facebook post that said “don’t trouble yourself, dear. just think of that guy from school who’s still focusing on his music career.“ Es wird darüber sinniert wo man selbst steht während das Leben der Bekannten vorangeht. Eine textliche Auseinandersetzung mit dem eigenen Altern.

Die EP wirkt schwermütig. Hat aber auch etwas versönliches. Eine Art Ankommen im eigenen Leben mit Akzeptanz für sein persönliches Dasein und das bisher Erreichte. Musikalisch sucht man vergeblich nach dem gutgelaunten, energetischen Folk-Pop den Me and Reas in der Vergangenheit zelebrierten. Die EP gibt trotz des überwiegend resigniertem Ton textlich auch zu, dass es nie genug sein kann: „all I want is all you’ve got and even that might never be enough“ heißt es im Song When it all began. Da geht immer mehr, aber für jetzt ist es ok. Sänger Andreas Jäger und seine Bandmitglieder sind eben wie der Beziehungs-Song Waking Up verlauten lässt „in it for the longest run„.

Link zur Band: www.meandreas.com