Sea Girls – Open Up Your Head

Sea Girls – Open Up Your Head (Polydor)

Mal wieder eine Band aus London. Ende Januar durfte ich die Sea Girls im Strom in München live erleben. Was für eine Show! Energie, Leidenschaft und ein Hauch Pathos. Zack fertig. Club zerlegt.

Am 14.08. erschien nun ihr lange angekündigtes Debütalbum „Open Up Your Head“. Die lange Wartezeit wurde durch einzelne Singleauskopplungen verkürzt, was leider zu dem Umstand führte, dass lediglich sechs der 14 Songs tatsächlich am Releasedate neu veröffentlicht wurden – als Fan der Band kannte man die anderen Songs bereits. 

Die Sea Girls machen Indie-Rock, der gerade noch Indie genug ist, um nicht als Radiopop abgestempelt zu werden: eingängige Refrains, laute Gitarren, wehende Synthies und über all dem die Stimme vom Frontmann Henry Camamile. Die Musik der Band lebt vom ihrer schier niemals enden wollenden Energie. Jeder Song ist sehr einfach aufgebaut und folgt auch meist dem selben Muster. Lyrisch sind sie sicher auch nicht die Dylans unserer Zeit, aber man muss ja auch nicht immer alles neu erfinden. Es geht um Liebe, ums Küssen, ums Ausgehen, ums Verlassen werden. Alles schon zigfach gehört, aber doch klingt es so, als höre man es zum ersten Mal. Bestes Beispiel der Song „Violet“: Vier Akkorde und ein Text übers Schockverliebtsein im Club. Alles schon mal da deswegen. Aber hey! Was ein Song! Was ein Album! Hit auf Hit!

„Open Up Your Head“ klingt so als würde man ein bisschen zu betrunken durch den Indieclub seines Vertrauens steuern. Und darauf haben wir gerade doch alle ziemlich Bock, oder?

Link zur Band: www.seagirls.net

Außerdem am 14.08. erschienen:

Biffy Clyro – A Celebration Of Endings (14th Floor Records)

A Blaze Of Feather – Labyrinth 

Titelbild (c) Matthew Parri Thomas